Zu Beginn des finnisch-sowjetischen Winterkriegs im Jahr 1939 rückte ein Regiment der 155. Division der Roten Armee über Parissavaara in Richtung Kallioniemi vor und erreichte Kallioniemi gegen Ende der ersten Dezemberwoche 1939.
Die Geländebeschaffenheit in Verbindung mit einem Labyrinth aus Wasserläufen, das den Angreifern ein Hindernis darstellte, begünstigte die Verteidiger, denen es gelang, den feindlichen Angriff am Ufer des Koitajoki bei Kallioniemi aufzuhalten. Die russischen Truppen richteten auf dem Hügel Parissavaara zu beiden Seiten der Straße ein Quartiergebiet ein.
Da es der Roten Armee an Zelten aus Pappe oder Segeltuch, Feldöfen und anderer Winterlagerausrüstung mangelte, mussten die Soldaten sich in den gefrorenen Boden eingraben. Sie hoben Unterstände und Gruben aus, die einen gewissen Schutz vor den Elementen boten, und überdachten diese oft nur mit einer einzigen Schicht aus Latten und Ästen. Einige Bauten waren jedoch fast mit den finnischen, mit Holzstützen versehenen unterirdischen Unterkünften vergleichbar. Die russischen Streitkräfte errichteten zudem Ställe, Maschinengewehrnester und andere Bauwerke.
In Parissavaara wurden Überreste von 290 Unterständen unterschiedlicher Größe identifiziert, wobei das Volumen des kleinsten davon kaum mehr als einen Kubikmeter betrug. Soldaten bauten Metallpatronenkisten und Eimer zu rudimentären Öfen um und versuchten, diese mit nassen Holzspänen und frisch geschnittenen Zweigen zu befeuern.
Auf Befehl von Oberst Paavo Talvela griffen zwei finnische Bataillone am 22. Dezember 1939 Parissavaara an, konnten die russischen Truppen jedoch nicht vertreiben. Der Angriff wurde abgebrochen, und die Bataillone zogen sich bis zum nächsten Morgen zu ihrem Ausgangspunkt zurück.
Die russischen Streitkräfte errichteten in Parissavaara zudem Geschützstellungen, von denen aus sie die finnischen Verteidiger in Kallioniemi unter Beschuss nehmen konnten.
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