#Museum

Die Hütte des Grenzgenerals

Die Hütte diente von 1941 bis 1944 als Wohn- und Hauptquartier von Generalmajor Erkki Raappana, dem Kommandeur der 14. Division in Rukajärvi, Sowjetkarelien. Das Gebäude wurde während des Rückzugs im Fortsetzungskrieg abgebaut und nach Finnland transportiert.

Die aus Kiefernstümpfen (stehende tote oder absterbende Bäume) erbaute Hütte wurde während des Fortsetzungskriegs genutzt, einem Konflikt zwischen Finnland und der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg.

Nach dem Ausbruch des Fortsetzungskriegs am 25. Juni 1941 rückten die finnischen Streitkräfte rasch vor und eroberten die im Winterkrieg (ein Konflikt zwischen Finnland und der Sowjetunion vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940) abgetretenen Gebiete zurück. Sie setzten die Offensive über die Grenze von 1939 hinaus tief in das sowjetische Karelien fort, wo Raappanas 14. Division im September 1941 das Dorf Rukajärvi besetzte.

Der Vormarsch wurde kurz darauf gestoppt, und der Konflikt ging in die Phase des Stellungskriegs über. Dies ermöglichte es der politischen Führung, eine Bestandsaufnahme der Entwicklungen an den anderen Kriegsschauplätzen vorzunehmen.

Da die Front gefestigt war und die Gesamtsituation relativ ruhig blieb, wurde beschlossen, eine geeignete Einrichtung zu errichten, in der der Einsatzkommandeur seine Aufgaben wahrnehmen konnte. Zu diesem Zweck wurde ein Standort am Ufer des Novinkajärvi Sees im Dorf Tiiksa ausgewählt.

In Raappanas Division dienten Bauarbeiter mit den unterschiedlichsten Fachkenntnissen. Dank ihrer Bemühungen schritten die Bauarbeiten zügig voran. Der erste Teil der Hütte stand Raappana im Herbst 1941 zur Verfügung. Anschließend wurden die Arbeiten mit dem Anbau von zwei weiteren Räumen fortgesetzt.

Im Jahr 1944 wurden die Bauarbeiten mit der Fertigstellung des dritten Abschnitts wieder aufgenommen: einem großen Anbau, der aufgrund seiner Lage am Hang etwas unterhalb des Hauptgebäudes als „Unterwelt“ bezeichnet wurde. Die Freude währte jedoch nur kurz.

Im Juni 1944 startete die Sowjetunion eine groß angelegte Offensive, die die militärische Lage völlig veränderte. In Erwartung der kommenden Ereignisse wurde die Hütte im August abgebaut. Das Bauholz wurde per Lkw nach Lieksa transportiert, wo das Gebäude am Suomujärvi-See wieder aufgebaut und als Vereinsheim eines Jagdvereins genutzt wurde.

Als in den 1980er Jahren der Patvinsuo-Nationalpark gegründet wurde, musste Rukapirtti erneut abgebaut werden. Als neuer Standort wurde Parppeinvaara gefunden, wo die Hütte in ein Museum umgewandelt wurde, das an Raappanas Leben und Werk erinnert, und den Namen „Hütte des Grenzgenerals“ erhielt.

Zur deutschen Version der Webseite: Kriegsstraße Ilomantsi.

Parppeintie 4, Ilomantsi

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