Das Musée de la Résistance et de la Déportation de l’Isère befindet sich in der Rue Hébert 14 in Grenoble. Es wurde 1994 zum Departementsmuseum und ist Teil eines historischen und pädagogischen Projekts, das sich mit den lokalen Gegebenheiten des Krieges befasst. Die Straße ist nach Jacques Hébert benannt, einem Widerstandskämpfer aus Grenoble, der 1943 von den Deutschen wegen seines Widerstands gegen die nationalsozialistischen Besatzer hingerichtet wurde.
Das Museum bietet eine Dauerausstellung, die sich um fünf Themen dreht: der Beitritt zum Widerstand, der Maquis (ländliche Partisanenbewegung des Widerstandes), die Situation der Jüdinnen und Juden in Grenoble und im Departement Isère zwischen 1939 und 1945, die Repression und die Befreiung. Diese Themen werden durch eine reichhaltige Sammlung an Objekten, Fotografien, Archivdokumenten und Audiozeugnissen veranschaulicht, die eine chronologische Darstellung der lokalen Geschichte bieten, von den Ursachen des Konflikts bis zu seinen Folgen.
Das Museum veranstaltet jedes Jahr zwei Wechselausstellungen, die verschiedene Aspekte des Widerstandes, der Deportation oder der Menschenrechte beleuchten. Ein Dokumentationszentrum und ein Bildungsbereich stehen ebenfalls zur Verfügung. Diese Ressourcen ergänzen die Dauerausstellung und machen das Museum zu einem Ort der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Isère.
Der Besuch hilft den Besucherinnen und Besuchern zu verstehen, wie sich der Widerstand im Departement Isère organisierte, basierend auf individuellen und kollektiven Entscheidungen, die während der Besatzungszeit getroffen wurden. Die Ausstellung beleuchtet zudem die Mechanismen der Unterdrückung, Verfolgung und Deportation sowie das Leid derjenigen, die Widerstand leisteten oder von der Besatzungspolitik ins Visier genommen wurden.
Schließlich thematisiert das Museum die gesellschaftliche Bedeutung dieser Geschichte und geht dabei über die bloße Schilderung der Ereignisse hinaus. Es untersucht, wie Gesellschaften die Erinnerung an den Widerstand, die Deportation und die Befreiung sowie die mit diesen Engagements verbundenen Werte weitergeben.