Die Befreiung erfolgte drei Monate nach der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944. In der Zwischenzeit hatte die Region die Hinrichtungen in Tulle am 9. Juni 1944 und das Massaker von Oradour-sur-Glane am 10. Juni 1944 erdulden müssen. Dieser für die Bevölkerung von Limoges und der Haute-Vienne lang ersehnte Moment war das Ergebnis eines langwierigen Widerstandskampfes – von den frühen Aktionen von Persönlichkeiten wie Georges Guingouin im Sommer 1940 bis zur Schlacht am Mont Gargan im Juli 1944.
Am 8. August 1944 beschlossen die Departementsleiter verschiedener Widerstandsbewegungen, Limoges zu umzingeln, um dessen Befreiung sicherzustellen. Ihr Ziel war es, die deutsche Garnison unter dem Kommando von General Walter Gleiniger zur Kapitulation zu zwingen und einen Frontalangriff zu vermeiden, der zivile Opfer fordern könnte.
General Gleiniger weigerte sich, sich dem kommunistischen Widerstandskämpfer Georges Guingouin zu ergeben, der seit dem 3. August 1944 Departementsleiter der FFI war, und tat ihn als „Terroristen“ ab. Daraufhin wurde ein neutraler Vermittler ernannt: Jean d’Albis, Enkel von Théodore Haviland und Korrespondent des Schweizer Konsulats. D’Albis, der in der Résistance aktiv war, stellte gefälschte Papiere für Flüchtlinge aus.
Nach mehreren Gesprächen wurde ein Kapitulationsakt ausgearbeitet und am 21. August 1944 genehmigt. Die Unterzeichnungszeremonie war für 20:30 Uhr im Hôtel de la Paix, Gleinigers Hauptquartier, angesetzt – ein Ort von sowohl strategischer als auch symbolischer Bedeutung, da er zwei Kriegsdenkmäler überblickte: eines für den Krieg von 1870 und ein weiteres für den Ersten Weltkrieg. Eine Gedenktafel an der Fassade des Hôtel de la Paix, die zum Boulevard de Fleurus hin ausgerichtet ist, erinnert an die Ereignisse von 1944.
Als die Nachricht der Kapitulation bekannt wurde, meuterte das SS-Regiment, und ein deutscher Konvoi mit 1.150 Mann floh aus Limoges in Richtung Norden. General Gleiniger, der von der SS wegen Hochverrats verhaftet worden war, wurde in den Selbstmord getrieben. Georges Guingouin und seine Männer marschierten gegen 21:00 Uhr in Limoges ein, begaben sich zunächst zum Gefängnis, um die Insassen zu befreien, und richteten anschließend ihr Hauptquartier im Hôtel Haviland ein.