Das Winterkriegsmuseum in Kuhmo lädt zu einer Reise in einen der prägendsten Momente der finnischen Geschichte ein: den Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940. Das Museum befindet sich in der Stadt Kuhmo, die während des Konflikts zu den am stärksten bombardierten Gebieten gehörte, und vermittelt anhand einer umfangreichen Sammlung von Artefakten, Fotografien, maßstabsgetreuen Modellen und Tonaufnahmen die lokalen Auswirkungen des Krieges.
Das 1994 eröffnete und von der Stadt Kuhmo unterhaltene Museum ist in einem Gebäude untergebracht, das ursprünglich vom Architekten Heikki Kukkonen entworfen wurde. Die Ausstellung ist in thematische Bereiche unterteilt, darunter Evakuierung, Dorfleben, Front und Sanitätswesen, Schlachten sowie die Nachkriegszeit. Besucherinnen und Besucher können das Alltagsleben sowohl finnischer als auch sowjetischer Soldaten erkunden sowie die Erfahrungen von Zivilistinnen und Zivilisten, die in Sicherheit evakuiert wurden.
Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen über 100 historische Fotografien, detaillierte maßstabsgetreue Modelle wie die Einkesselung des Luelahti Gebietes (mit einem sogenannten "Motti" Kessel) und Nachbildungen sowjetischer Flugzeuge wie der Polikarpov R-5 und der Tupolev TB-3. Zu den größeren Exponaten gehören eine Panzerabwehrkanone und ein gepanzerter Artillerietraktor.