Kilpelänkangas an der ostfinnischen Grenze zu Russland war Schauplatz der heftigsten Schlachten des Winterkriegs in Kuhmo. Der Winterkrieg war ein Krieg zwischen der Sowjetunion und Finnland. Er begann mit dem Einmarsch der Sowjetunion in Finnland am 30. November 1939, drei Monate nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, und endete dreieinhalb Monate später mit dem Moskauer Friedensvertrag am 13. März 1940.
Die Kämpfe in Kilpelänkangas begannen am ersten Tag des Winterkriegs, als sowjetische Truppen zum ersten Mal Finnland angriffen. Nach mehreren Versuchen eroberten die Finnen das Gebiet am 9. Februar 1940 im Rahmen einer großen Gegenoffensive. Schnell wurde eine Verteidigungslinie errichtet, und die Abteilung Hyvärinen schlug trotz schweren Artilleriefeuers wiederholte sowjetische Angriffe zurück. Am 3. März 1940 gelang den sowjetischen Truppen jedoch nach intensivem Beschuss und zunehmendem Druck ein Durchbruch, wodurch die finnischen Truppen zum Rückzug nach Löytövaara gezwungen wurden.
Das Denkmal in Kilpelänkangas, das am 10. August 1958 enthüllt wurde, wurde von dem Architekten Birger Stenbäck entworfen, der an der Schlacht teilgenommen hatte. Die Inschrift auf dem Denkmal lautet:
„Zum Gedenken an diejenigen, die während des Winterkrieges in Kuhmo 1939–1940 gefallen sind. Hier verteidigten finnische Männer standhaft ihr Vaterland. Mögen ihre Taten eine Verpflichtung für künftige Generationen sein.“
Der Helm auf dem Denkmal symbolisiert das Schicksal von Hunderten, die in diesen Wäldern kämpften. Heute ist dient der Ort der feierlichen Ehrung ihrer Opfer.
Besucheinnen und Besucher können den 3,5 km langen Kilpelänkangas-Wanderweg erkunden, der sich durch ein Gelände schlängelt, das noch immer vom Krieg gezeichnet ist: von Granatsplittern zerfurchte Bäume, Überreste von Schützengräben und Bombenkrater. Die Route offenbart auch Spuren der Holzfällarbeiten nach dem Krieg im Gebiet um Kuusijoki und bietet eine einzigartige Mischung aus natürlicher Schönheit und historischer Tiefe. Informationstafeln und Unterstände machen den Weg für diejenigen zugänglich, die Geschichte und Natur auf einer einzigen Reise erleben möchten.