Der Turm des Schlosses, in dem Familie Stroetges ein Notzimmer eingerichtet hat, bebte bei jedem Luftangriff. Seine Mutter beschloss, dass es zu gefährlich sei und schloss sich gemeinsam mit ihren Kindern einem Evakuierungszug nach Wuppertal an. Doch ein paar Wochen später kehrte Trautchen Stroetges heimlich mit Hans-Wilhelm und seiner Schwester Katharina nach Brüggen zurück. Sie wollte ihren verlassenen Gasthof, den Burghof, nicht zurücklassen.
Hans-Wilhelm spricht über diese Zeit, als wäre er noch mittendrin. Er sagt: „Wir mussten auf Feldbetten schlafen, in den Gewölben der Burg. Genau wie unsere Soldaten. Papa ist auf Urlaub von der Front und wartet schon auf uns. Er hat eine Überraschung, sagt Mama.“ Die Überraschung ist ein Pony, das sein Vater von einem Flüchtling aus Roermond in den Niederlanden geschenkt bekommen hat, damit er es hütet. Sein Name ist Pietje. Als Hans-Wilhelm sich um Pietje kümmern wollte, flogen Bomber über ihn hinweg. Er ging in Deckung und landete neben einem Zwangsarbeiter, der ebenfalls in Deckung la. Der Mann warf sich schützend auf Hans-Wilhelm, als die Bomben einschlugen. Nachdem die beiden aufstanden waren, brachte ihn der Ukrainer zu den Gewölben. Dort fielen sich seine Mutter Trautchen, seine Schwester Katharina und Hans-Wilhelm erleichtert in die Arme.